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Qualitäts­rahmen

Glossar

Dieses Glossar zum Qualitätsrahmen für Schulen in der Version vom 16. Juli 2020 enthält 57 Termini. 

Beratungs- und Unterstützungssystem

Bedarf an Beratung und Unterstützung kann auf Ebene der Schulleitung, der Lehren­den oder der Lernenden entstehen. Je nach Art des Beratungs- und Unterstützungs­bedarfs werden dafür institutionalisierte Dienste – auch von externen Anbieter/inne/n – oder Lehrende der Schule mit Zusatzqualifikation herangezogen.

Berufspraktische Tage

Berufspraktische Tage sind Schulveranstaltungen und stellen als solche eine Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichts dar, z.B. im Zusammenhang mit der Verbindlichen Übung Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe oder im Pflichtgegenstand Berufs- und Lebenswelt sowie in fachpraktischen Unterrichtsgegenständen in der Polytech­nischen Schule.

Betriebliche Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung meint die Ausbildung von Personen in einem Lehrberuf in Ausbildungseinrichtungen, die von einer/einem Lehrberechtigten geführt werden.

Bildungsmonitoring

Bildungsmonitoring ist die kontinuierliche und systematische Beobachtung des Bil­dungs­systems durch die Nutzung von Daten. Ziel ist die Verbesserung der Prozesse und Ergeb­nisse des Schulwesens durch die bedarfsgerechte Bereitstellung von Rückmeldun­gen (z.B. in Form von Berichten) sowie die Generierung neuer Erkenntnisse durch die Durch­führung von Analysen.

Bildungssprachliche Kompetenzen

Bildungssprachliche Kompetenzen sind Teil der sprachlichen Kompetenzen. Bildungs­sprache unterscheidet sich von Alltagssprache zum einen durch ein hohes Maß an Infor­mationsdichte und zum anderen durch einen Wortschatz, der Fachsprache ein­bezieht. Bildungssprachliche Kompetenzen müssen daher fachspezifisch aufgebaut werden.

 

Daten

Unter Daten versteht man im Allgemeinen Sammlungen von Angaben und (Zahlen-) Wer­ten, die u.a. durch Messungen, Beobachtungen oder Befragungen (z.B. Erhebungen) gewonnen werden. Für die Arbeit mit Daten in der Schul- und Qualitätsentwicklung werden vor allem qualitätsgesicherte, systematisch erhobene und standardisierte Daten verwendet. Im Umgang mit Daten unterscheidet man zwischen Rohdaten (ursprüng­liche Form erhobener Daten) und Auswertungen (aufbereitete Daten zur Interpretation und Weiterverarbeitung).

Differenzierungsstrategien

Unter Differenzierungsstrategien versteht man die systematische Berücksichtigung von Vorwissen, Interessen und Lernprofilen der Lernenden. Lehrende reagieren auf Vielfalt durch Differenzierung der Lerninhalte, des Lernprozesses, der Lernprodukte und des Lern­umfelds. Die Basis einer die Vielfalt anerkennenden Unterrichtsgestaltung bilden klare Lernziele, lernzieladäquate Aufgaben und eine kontinuierliche Lernstands­er­hebung.

Evaluation

Evaluation meint das systematische Erfassen von Daten und Informationen über bestimmte Aspekte der schulischen Praxis (z.B. Maßnahmen, Prozesse, Projekte) mit dem Ziel, deren Qualität zu überprüfen und zu bewerten. Evaluation ist Teilelement jedes Qualitätsmanagementsystems.  

-> siehe auch interne und externe Schulevaluation

Evidenzorientiert

Als evidenzorientiert oder auch evidenzinformiert werden Entscheidungen oder Hand­lungen bezeichnet, wenn sie unter Berücksichtigung von Daten und Fakten getroffen werden. Unter Evidenz werden hierbei auf empirischen Methoden basierte Informatio­nen und Ergebnisse (urspr. vom englischen Begriff „evidence“) verstanden.

Externe Leistungsmessungen

Externe Leistungsmessungen erfassen Leistungen objektiv und sind gekennzeichnet durch die Verwendung von außerhalb der Schule erstellten Messverfahren sowie Vor­gaben zur objektiven Durchführung und Auswertung.

Externe Schulevaluation

Externe Schulevaluation gibt einer Schule auf der Grundlage von Qualitätsindikatoren und empirischen Verfahren eine objektive Rückmeldung über die Qualität schulischer Pro­zesse und des Unterrichts. Der Evaluationsbericht zeigt einer Schule Entwicklungs­per­spektiven auf und ist bei der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung zu berück­sichtigen.

Fachliche Kompetenzen

Fachliche Kompetenzen umfassen Wissen und Fertigkeiten. Fachkompetenz ist die Fähig­keit und Bereitschaft, Aufgaben- und Problemstellungen eigenständig, fachlich ange­messen sowie methodengeleitet zu bearbeiten und das Ergebnis zu beurteilen.

Feedback

Feedback ist eine Rückmeldung an eine oder mehrere Personen zu ihrem professionel­len Handeln. Feedback kann mittels unterschiedlicher Feedbackmethoden eingeholt werden, es folgt bestimmten Regeln und ist ein zentrales Element der individuellen Qualitäts­entwicklung.

Feedbackstrukturen

Zu den Feedbackstrukturen einer Schule gehören verbindliche Vereinbarungen darüber, welche Personen einander Feedback geben, welche Regeln beim Feedbackgeben und ‑neh­men eingehalten werden sollen, welchem Rhythmus die Feedbacks im Schul­jahr folgen, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird (einschließlich Datenschutz und Datenhoheit), welche Rahmenbedingungen und welche Unterstützung es an der Schule für Feedback gibt (z.B. Materialien, Online-Plattform, Zeitgefäße).

Fort- und Weiterbildung

Während die Fortbildung im Kern die beruflichen Kompetenzen bzw. die Qualifikation im Rahmen der gegebenen Funktion erweitern soll, stellt die Weiterbildung auch eine Qualifizierung für die Übernahme neuer Funktionen dar.

Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche

Die Schulleitung hat gemäß Beamten-Dienstrechtsgesetz § 213e bzw. Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz § 32 mit allen Lehrenden regelmäßig einzeln oder in Kleingruppen Gespräche zur Planung der individuellen Fort- und Weiterbildung für die kommenden drei Schuljahre zu führen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind schriftlich zusammen­zufassen und von den Beteiligten zu unterfertigen.

 

Gender- und Diversitätskompetenz

Gender- und Diversitätskompetenz als Professionsmerkmal beinhaltet die Fähigkeit, mit Differenzen im (Schul-) Alltag so umzugehen, dass allen Personen vielfältige Handlungs­spielräume und Entwicklungsmöglichkeiten jenseits von (geschlechter-) stereotypen Fest­schreibungen eröffnet werden.

GTS-Konzept

Das GTS-Konzept gibt einen jährlich adaptierten Überblick über die Organisation und die pädagogische Ausrichtung der ganztägig geführten Schule (GTS) am Standort. Es be­schreibt die Schwerpunkte der Lern- und Freizeiteinheiten.

Indikatoren bzw. Qualitätsindikatoren

Ein Indikator zum Bildungswesen ist eine Art „Anzeiger“, der steuerungsrelevante Infor­mationen über Aspekte des Bildungssystems (Zustand, Entwicklungen, Wirkungen, Erfolge etc.) gibt. Ein Indikator besteht häufig aus einer oder mehreren Kennzahlen, geht aber über den rein deskriptiven Charakter einer statistischen Kennzahl hinaus, indem er in einem klaren Zusammenhang mit einem Ziel steht (z.B. Schulqualität) und somit rele­vant für die Systemsteuerung ist. Zudem gibt ein Indikator durch die Darstellung von Vergleichs- oder Zielwerten (Benchmarks) auch einen Hinweis auf Handlungsbedarf.

Individualisierung

Individualisierung zielt darauf ab, Lernprozesse so zu gestalten, dass jede/r Lernende ihrem/seinem Lernstand entsprechend gefördert und gefordert wird.

Interne Schulevaluation

Interne Schulevaluation ist eine Evaluation, die von Personen oder Gruppen vorgenom­men wird, die für die Arbeitsprozesse und Ergebnisse an der Schule verantwortlich sind, also primär Schulleitung und Lehrende.

Kernprozesse

Kernprozesse beschreiben alle Aktivitäten, die dem eigentlichen Zweck einer Organisa­tion dienen. Die Kernprozesse von Schulen sind Lernen und Lehren.

Kollegiales Feedback

Kollegiales Feedback ist eine auf Daten basierende Rückmeldung zwischen Lehrenden, die für die Weiterentwicklung eines lernwirksamen Unterrichts genutzt werden kann. Rollen­klarheit und Vertraulichkeit sind wesentliche Gelingensbedingungen.

Kompetenzen

Kompetenzen sind gemäß der Definition von Weinert (2001) die bei Individuen ver­fügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitio­na­len und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.

Kompetenzorientierung

Kompetenzorientierung bedeutet, den Unterricht systematisch auf den nachhaltigen Aufbau der angestrebten Kompetenzen der Lernenden auszurichten. Im Fokus steht der Lernprozess der einzelnen Lernenden. Diese Ausrichtung durchzieht alle Aspekte von Unterricht, von der langfristigen Planung über die Gestaltung von Lernsituationen und die Klassenführung bis zur Leistungsfeststellung und Rückmeldung an die Lernenden.

Krisen- und Notfallmanagement

Krisen- und Notfälle wie Unfälle, Tod, Formen von gewaltgefärbter Grenzüberschreitung und/oder Großschadensereignisse kommen in Schulen vor. Krisen- und Notfall­manage­ment besteht aus Prävention (Vorsorge), professionellem Handeln in der Krise (Für­sorge) und systematischer Nachbereitung und Aufarbeitung (Nachsorge) des Gesche­hens.

 Lehrberechtigte

Lehrberechtigte sind natürliche und juristische Personen, bei denen Lehrlinge auf Basis eines Lehrvertrags zur Erlernung eines Lehrberufes fachlich ausgebildet und im Rahmen dieser Ausbildung eingesetzt werden.

Lehrbetrieb

Der Lehrbetrieb ist eine Ausbildungsstätte, die von einer/einem Lehrberechtigten ge­führt wird und in der die nach den Ausbildungsvorschriften festgelegten Fertigkeiten und Kenntnisse in vollem Umfang vermittelt werden können.

Leistungsfeststellung, Leistungsbeurteilung

Leistungsfeststellung kann sowohl als Grundlage der Lernbegleitung als auch der Leistungs­­beurteilung dienen. Leistungsbeurteilung und die dafür heranzuziehende Leistungs­feststellung werden in der Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) geregelt. Lei­stungs­feststellung ist die Ermittlung von Schüler/innen-Leistungen. Leistungs­beur­tei­lung ist die Bewertung des Messergebnisses nach der Leistungsfeststellung, wobei den schulrechtlichen Vorgaben entsprechend die Forderungen des Lehrplans unter Bedacht­nahme auf den jeweiligen Stand des Unterrichts als Maßstab heranzuziehen sind.

Lernende Organisation

Eine lernende Organisation ist dadurch gekennzeichnet, dass ihre Mitglieder die Fähig­keit und Bereitschaft haben, ihre Handlungen und Einstellungen sowie die Charakte­ristika der Organisation (Aufbau, Abläufe, Kultur etc.) kritisch zu hinterfragen und konti­nu­ier­lich weiterzuentwickeln, um auf neue Rahmenbedingungen und Umstände zu rea­gieren.

Pädagogische Diagnoseinstrumente

Mit Hilfe pädagogischer Diagnoseinstrumente werden unterrichtsbegleitend Informa­tio­nen zu Lernvoraussetzungen, -prozessen und -ergebnissen sowie zur Wirksamkeit des Unterrichts erschlossen, um daraus Maßnahmen für das weitere zielgerichtete Lernen und Lehren abzuleiten.

Personalentwicklung

Personalentwicklung umfasst Personalauswahl, Führung, Förderung sowie Fort- und Wei­terbildung des Personals. Sie ist in das schulische Qualitätsmanagement einge­bettet.

Personale Kompetenzen

Personale Kompetenzen bezeichnen die Fähigkeit und Bereitschaft sich weiter­zuent­wickeln und das eigene Leben eigenständig und verantwortlich im jeweiligen sozialen, kulturellen bzw. beruflichen Kontext zu gestalten.

Praktika

Praktika bzw. Pflichtpraktika dienen dazu, im schulischen Kontext erworbenes Wissen, erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten in der betrieblichen Praxis anzuwenden. Lernende der meisten berufsbildenden höheren und mancher berufsbildenden mittle­ren Schulen absolvieren einmal oder mehrmals während der Sommerferien ein bezahl­tes Pflichtpraktikum in einschlägigen Betrieben.

Professionelle Lerngemeinschaften

Professionelle Lerngemeinschaften werden von Lehrenden gebildet mit dem Ziel, die Qualität des Unterrichts und somit die Lernprozesse und -ergebnisse der Lernenden kontinu­ierlich zu verbessern. Dabei wird der Unterricht systematisch reflektiert, geplant und erprobt.

Projekt

Ein Projekt ist ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben. Zu den Merkmalen eines Pro­jekts zählen klare inhaltliche Ziele mit definierten Ergebnissen, Begrenzung von Zeit und Ressourcen sowie eine spezifische Organisation (Projektteam). Im schulischen Qualitäts­management werden Projekte durchgeführt, um strategische Ziele der Schule umzu­setzen und Qualitätsdefizite zu beheben.

Projektmanagement

Projektmanagement meint die systematische Planung, Steuerung und Durchführung von Projekten über die gesamte Projektlaufzeit. Die Einbettung des Projektmanage­ments ins schulische Qualitätsmanagement bedeutet die konsequente Anbindung aller Projekte an die strategischen Ziele der Schule.

Prozess

Ein Prozess ist eine Abfolge von Aktivitäten oder Ereignissen. Im Qualitätsrahmen für Schulen werden unterschiedliche Arten von Prozessen genannt, die in unterschied­li­chem Ausmaß standardisierbar sind. Viele schulische Abläufe, wie z.B. die Organisation von Exkursionen, bestehen aus standardisierbaren Prozessen. Sie sind klar definierbar, wiederholbar und – zumindest in Teilen – routinisierbar.

Prozessmanagement

Prozessmanagement für Schulen meint ein umfassendes System der Schule zur Ident­i­fizierung, Gestaltung, Qualitätssicherung und Optimierung von Prozessen. Umfassend bedeutet in diesem Zusammenhang die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten, das Vor­handensein unterstützender administrativer Strukturen und die Einbettung in das schulische Qualitätsmanagement.

 

Qualitätsbereich

Qualitätsbereiche untergliedern die Qualitätsdimensionen des Qualitätsrahmens für Schulen. Sie bilden zentrale Aspekte von Schulqualität ab und werden durch Qualitäts­kriterien inhaltlich präzisiert.

Qualitätsdimension

Die fünf Qualitätsdimensionen sind thematische Zusammenfassungen der Qualitäts­bereiche im Qualitätsrahmen für Schulen. Vier Qualitätsdimensionen zielen auf Prozesse (Qualitätsmanagement, Führen und Leiten, Lernen und Lehren, Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen), eine zielt auf Ergebnisse und Wirkungen der schulischen Arbeit.

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung an der Schule bedeutet die systematische und zielgerichtete Weiter­entwicklung von Schule und Unterricht mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das Lernen und die Lernergebnisse zu verbessern. „Systematisch“ bedeutet in die­sem Zusammenhang, gemäß der Methode des Qualitätskreislaufs vorzugehen. Das öster­reichische Qualitätsmanagementsystem für Schulen (QMS) nimmt nicht nur die Quali­tätsentwicklung der Schule als Organisation in den Blick, sondern auch die Schul­leitung, die Lehrenden-Teams und die einzelnen Lehrenden.

Qualitätskreislauf

Der Qualitätskreislauf stellt die grundlegende Methode des Qualitätsmanagements dar und zielt auf eine systematische, auf kontinuierliche Verbesserung ausgerichtete Ent­wick­lung der Schule ab. Er hat vier Phasen: planen – durchführen – überprüfen – schluss­folgern. Die letzte Phase mündet dabei wieder in eine neue erste Phase.

Nach dem Qualitätskreislauf zu handeln bedeutet, nach Klärung der Ausgangslage Ziele und Maßnahmen zu formulieren sowie deren Umsetzung zu planen, die geplanten Maß­nahmen umzusetzen, Umsetzung und Zielerreichung systematisch zu überprüfen und zu bewerten sowie auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse die Ziele und Maßnahmen beizubehalten oder Verbesserungen einzuleiten.

Qualitätskriterien

Die Qualitätskriterien des Qualitätsrahmens für Schulen sind die Grundlage für die Ein­schätzung der Schulqualität. Sie gelten für alle Schulen Österreichs. Mithilfe von Indika­toren werden sie operationalisiert und messbar gemacht. Im Qualitätsrahmen werden die Qualitätskriterien thematisch in Qualitätsbereiche und diese wiederum in Qualitäts­dimensionen zusammengefasst.

Qualitätsmanagement

Das schulische Qualitätsmanagement hat die kontinuierliche Verbesserung einer Schule unter Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen und Anforderungen zum Ziel. Zum einen geht es dabei um die Qualitätsentwicklung, zum anderen um die Qualitätssicherung schulischer Prozesse und Ergebnisse. Qualitätsmanagement meint das bewusste Gestalten dieser beiden Vorgänge.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung in der Schule bedeutet, dass Qualität und Wirksamkeit schulischer Prozesse und Ergebnisse systematisch nachgewiesen und belegt werden. Dazu werden Instrumente des schulischen Qualitätsmanagements eingesetzt.

Schulentwicklung

Schulentwicklung ist ein zielgerichteter Veränderungsprozess, der darauf abzielt, die Qualität von Unterricht und Schule zu sichern und zu steigern. Sie umfasst die Bereiche Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung.

Schulleitung

Die Schulleitung besteht in den meisten Schulen aus dem/der Schulleiter/in; manche Schularten verfügen über breitere Leitungsstrukturen. Gesetzlich vorgegebene Auf­gaben­felder sind laut Schulunterrichtsgesetz § 56, Abs. 2 insbesondere Schulleitung und Schulmanagement, Qualitätsmanagement, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Führung und Personalentwicklung, Außenbeziehungen und Öffnung der Schule.

Schulpartner/innen, Schulpartnerschaft

Zu den Schulpartner/innen zählen Lehrende, Lernende und Erziehungsberechtigte. Schul­partnerschaft meint deren Zusammenarbeit mit dem Ziel, Schule am Standort gemeinsam zu gestalten. Abhängig von der Schulart werden die Gremien, in denen die Schulpartner/innen zusammentreffen, um über Angelegenheiten des Schullebens zu beraten bzw. mitzuentscheiden, Klassenforum, Schulforum oder Schulgemein­schafts­aus­schuss genannt. In Schulclustern gibt es auch einen Schulclusterbeirat.

Sonstiges Personal

Zum sonstigen Personal einer Schule zählen beispielsweise Schulärztin/Schularzt, Sekre­ta­riatspersonal und Schulwartin/Schulwart.

Soziale Kompetenz

Sozialkompetenz bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, zielorientiert mit anderen zusammenzuarbeiten, deren Interessen und soziale Situationen zu erfassen, sich mit ihnen rational und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und zu verständigen sowie die Arbeits- und Lebenswelt mitzugestalten.

Sprachliche Kompetenzen

Sprachliche Kompetenzen sind ein Komplex aus Teilfertigkeiten – den produktiven Fertig­keiten Sprechen und Schreiben und den rezeptiven Fertigkeiten Hör- und Lese­verstehen. Sie sind zentrale Voraussetzung für gelingende Kommunikation und Wissens­erwerb und somit für den Bildungserfolg. Sie sind in der Unterrichtssprache, unter Berück­sichtigung der Erstsprache/n, sowie beim Erwerb von Fremdsprachen kontinuier­lich und über alle Fächer hinweg aufzubauen.

Überbetriebliche Lehrausbildung

Überbetriebliche Lehrausbildung meint die Ausbildung von Personen in einem Lehr­beruf in Ausbildungseinrichtungen, die nicht von einer/einem Lehrberechtigten geführt werden.

Überfachliche Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen ergänzen bzw. erweitern die Kompetenzen von Lernenden bezüglich vorgegebener Unterrichtsprinzipien und Bildungsanliegen (z.B. Leseerzie­hung, Bildungs- und Berufsorientierung) und tragen somit zu einem umfassenden Kompe­tenzbegriff bei.

Unterrichtsentwicklung

Unterrichtsentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, in dem Schulleitung, Lehrenden-Teams und Lehrende gemeinsam oder individuell systematisch an der Wirksamkeit und Weiterentwicklung des Unterrichts arbeiten und der ins schulische Qualitätsmanage­ment eingebettet ist.

Unterstützungsprozesse

Unterstützungsprozesse sind Prozesse, die nicht direkt dem eigentlichen Zweck der Organisation dienen, die aber notwendig sind, um die Kernprozesse durchführen zu kön­nen. Zu den Unterstützungsprozessen an Schulen zählen z.B. administrative Prozesse.

Weiteres pädagogisches Personal

Zum weiteren pädagogischen Personal einer Schule zählen beispielsweise Freizeitpäda­gog/inn/en und Erzieher/innen.