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Qualitäts­rahmen

Der Qualitätsrahmen für Schulen

QR cover kl 200hoch

Der Qualitätsrahmen für Schulen (QR) beschreibt die wesentlichen Merkmale von Schulqualität und bildet die verbindliche, inhaltliche Grundlage für QMS. Er tritt mit Jänner 2021 in Kraft.

Der Text  steht online auf dieser Webseite und (inkl. Vorwort und mit vereinfachtem Deckblatt) hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung (PDF, 571 KB).

Einleitung

Die Erwartungen an die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit sind vielfältig: Ler­nende, Lehrende, Schulleiter/innen, Erziehungsberechtigte, außerschulische Part­ner/in­nen, Fachleute aus Fachdidaktik und Bildungsforschung, Bildungsverwaltung und Bildungs­­politik – sie alle haben Vorstellungen davon, was Schule leisten soll und was unter gutem Unterricht und guter Schule zu verstehen ist.

Der vorliegende Qualitätsrahmen für Schulen soll auf allen Ebenen des Schulsystems zu einem gemeinsamen Verständnis über wesentliche Merkmale von Schulqualität bei­tragen und als Orientierung für eine erfolgreiche Schul- und Unterrichtsentwicklung dienen. Er ist eine Grundlage für alle wesentlichen Initiativen und Maßnahmen, die das Schulsystem betreffen, wie z.B. pädagogische Reformprojekte des Bildungs­ministe­riums, Schulentwicklungsbegleitung, Bildungsmonitoring, interne und externe Evalua­tion u.v.m. Ziel ist, die bestmöglichen Bedingungen für Bildung und Lernen zu schaffen.

Der Qualitätsrahmen für Schulen stellt jene Definition und Beschreibung von Schul­qualität dar, die im §5 des Bildungsdirektionen-Einrichtungsgesetzes vorgesehen ist. Er ist Teil der Bildungscontrolling-Verordnung und bildet eine verbindliche, inhaltliche Grund­­lage für das an den Schulen und auf allen Ebenen der Schulverwaltung einzu­richtende Qualitätsmanagementsystem.

Der Qualitätsrahmen für Schulen wurde in einem mehrstufigen Verfahren unter Ein­bindung von Praktiker/inne/n aus allen Ebenen des Schulwesens sowie von Wissen­schaft­ler/inne/n entwickelt, unterliegt selbst einem Qualitätsentwicklungsprozess und wird in regelmäßigen Abständen evaluiert und bei Bedarf adaptiert.

Struktur des Qualitätsrahmens

Der Qualitätsrahmen umfasst folgende fünf Qualitätsdimensionen, von denen vier auf Prozesse abzielen und eine auf Ergebnisse und Wirkungen der schulischen Arbeit fokus­siert:

Das Erreichen der intendierten Ergebnisse und Wirkungen wird über die professionelle Gestaltung und Umsetzung der vier Prozessdimensionen durch Schulleitung, Lehrende, Lehrenden-Teams sowie durch das weitere pädagogische und sonstige Personal sicher­gestellt. Der Dimension „Qualitätsmanagement“ kommt dabei eine übergeordnete Funktion zu, da sie den Blick auf die Steuerung der Qualitätsentwicklung in den ande­ren Qualitätsdimensionen richtet.

Jede Qualitätsdimension ist in Qualitätsbereiche gegliedert, die zentrale Aspekte von Schulqualität abbilden. Jeder Qualitätsbereich wird durch eine einleitende Zusammen­fassung umrissen und durch Qualitätskriterien inhaltlich präzisiert. Um diese Kriterien zu operationalisieren und messbar zu machen, werden Indikatoren sowie darauf basierende Instrumente der internen und externen Schulevaluation entwickelt und auf www.qms.at, der Webseite des Qualitätsmanagementsystems für Schulen, zur Ver­fü­gung gestellt.

Abbildung: Struktur des Qualitätsrahmens für Schulen

Bei der Befassung mit Schulqualität ist es wichtig, auch die Schulkultur in den Blick zu nehmen. Sie beeinflusst die alltägliche Auseinandersetzung mit jenen Aspekten von Schul­qualität, die in den Qualitätskriterien erfasst werden.

Unter www.qms.at sind eine ergänzende Literaturliste sowie ein Glossar abrufbar. Letzteres enthält Definitionen von Begriffen, die im Qualitätsrahmen für Schulen vor­kom­men, und zwar in der in diesem Dokument verwendeten Bedeutung. Das Glossar soll zu einem gemeinsamen Verständnis und zu einer einheitlichen Verwendung von fach­sprachlichen Begriffen beitragen.

Arbeiten mit dem Qualitätsrahmen für Schulen

Der Qualitätsrahmen für Schulen unterstützt dabei, Stärken einer Schule zu identifizie­ren, aber auch Verbesserungspotenziale sichtbar zu machen. Für Schulleitung und Lehrende wird die schulinterne Qualitätseinschätzung (siQe) zur Verfügung gestellt, bei der entlang der im Qualitätsrahmen angeführten Qualitätskriterien eine Einschätzung der Schulqualität des Standortes vorgenommen wird. Dabei werden Handlungsfelder abgeleitet und bei Bedarf im Anschluss konkrete Schul- und Unterrichtsentwicklungs­vorhaben definiert. Die zugehörigen Ziele und Maßnahmen fließen in den Schulent­wicklungs­plan ein. Die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Ziele und Maßnahmen erfolgt mithilfe der Instrumente von QMS (Qualitätsmanagementsystem für Schulen). (Details zu siQe und zu QMS insgesamt siehe www.qms.at.)

Es geht nicht darum, dass jede Schule allen im Qualitätsrahmen für Schulen genannten Kriterien der Schulqualität zu jeder Zeit und in voller Ausprägung genügt. Verbindlich ist allerdings die Vorgabe, dass jede Schule diesen Qualitätsrahmen dafür nutzt, ihre aktuelle Situation zu analysieren, gezielte Qualitätsentwicklungsprozesse in Gang zu setzen und kontinuierlich voranzutreiben.

1. Qualitätsdimension Qualitätsmanagement

1.1 Qualitätsbereich Qualität entwickeln und sichern

An Schulqualität zu arbeiten bedeutet, Ziele und Maßnahmen zu setzen, damit Lernen und Lehren gut gelingen können. Um Schulentwicklung zu planen, effizient umzusetzen und regelmäßig zu evaluieren, werden geeignete Instrumente eingesetzt. Evaluationsergebnisse werden analysiert und zur Weiterentwicklung der Schulqualität herangezogen. Systematisch betriebene, evidenzorientierte Qualitätsentwicklung ist ein Prozess, an dem die Schulleitung sowie Qualitätsbeauftragte, Lehrende, Lernende und Erziehungsberechtigte beteiligt sind. Die Schule entwickelt sich auf diese Weise als lernende Organisation weiter.

Qualitätskriterien

Die Schulleitung …

… versteht Qualitätsentwicklung und -sicherung als Führungsaufgabe.

… trägt Verantwortung dafür, dass an der Schule ein Grundverständnis für Qualitätsmanagement besteht und die für die Umsetzung des Qualitätsmanagements erforderlichen Kompetenzen bei sich selbst und den Lehrenden vorhanden sind.

… stellt sicher, dass alle Lehrenden am Qualitätsentwicklungsprozess der Schule beteiligt sind.

… stellt den Aufbau und die Verankerung von Strukturen und Verantwortlichkeiten für die Umsetzung des schulischen Qualitätsmanagements sicher.

… erkennt Qualitätsdefizite und sorgt für Maßnahmen zur Verbesserung.

… identifiziert Stärken der Schule und nutzt sie für Weiterentwicklung.

… nutzt quantitative und qualitative Daten sowie sonstige Informationen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung der Schule.

… entwickelt in Kooperation mit den Lehrenden strategische Ziele für die Schule, die schriftlich festgehalten, regelmäßig überprüft und schulintern kommuniziert werden.

… stellt sicher, dass Schulentwicklung einem Qualitätskreislauf folgend systematisch geplant, durchgeführt, evaluiert und auf Basis der Evaluationsergebnisse weiterentwickelt wird (Projektmanagement).

… entwickelt, implementiert und dokumentiert in Kooperation mit den Lehrenden standardisierte Abläufe für Kern- und Unterstützungsprozesse an der Schule (Prozessmanagement).

… übernimmt Verantwortung dafür, dass an der Schule regelmäßig Evaluationen stattfinden und dass Maßnahmen zur Weiterentwicklung auf Basis der Ergebnisse der internen und ggf. externen Schulevaluation durchgeführt werden.

… etabliert Feedbackstrukturen an der Schule und sorgt für Verbindlichkeit im Hinblick auf das Einholen und die weitere Arbeit mit den Ergebnissen von Feedback.

… holt regelmäßig Feedback von den Lehrenden zu ihrem Führungshandeln ein und verbessert das eigene Handeln auf dieser Basis.

Lehrende …

… tragen aktiv zum Qualitätsentwicklungsprozess der Schule bei und arbeiten in Schulentwicklungsprojekten mit.

… kennen die Kern- und Unterstützungsprozesse der Schule und führen diese nach den gemeinsam entwickelten Prozessbeschreibungen durch.

… beteiligen sich aktiv an Evaluationen und setzen als gesamtes Kollegium Verbesserungen auf Basis der Evaluationsergebnisse um.

… holen regelmäßig Feedback von den Lernenden sowie von Kolleginnen und Kollegen ein und verbessern auf Basis dessen ihren Unterricht laufend.

… entwickeln die Qualität ihres eigenen Unterrichts laufend weiter, indem sie quantitative und qualitative Daten sowie sonstige Informationen zu ihrem pädagogischen Handeln und zu den Lernenden nutzen.

… bringen Erfahrungen aus der Qualitätsentwicklung ihres Unterrichts in die Schulentwicklung ein.

2. Qualitätsdimension Führen und Leiten

2.1 Qualitätsbereich Führung wahrnehmen

Die Schulleitung hat klare Ziele und Vorstellungen hinsichtlich der Entwicklung der Schule. Sie sorgt für transparente Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse und delegiert Führungsaufgaben im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Sie nimmt ihre Verantwortung im Team wahr und sorgt für eine lernförderliche Schul- und Unterrichtskultur sowie für einen professionellen Umgang mit Konflikten und Krisen. Im Sinne eines zeitgemäßen Professionsverständnisses achtet sie weiters auf die eigene professionelle Weiterentwicklung.

Qualitätskriterien

Die Schulleitung …

… hat klare Ziele und Vorstellungen hinsichtlich der Entwicklung der Schule.

… sorgt für klar definierte und transparente Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse.

… trifft Entscheidungen und achtet darauf, dass Vereinbarungen und Beschlüsse umgesetzt werden.

… delegiert Schulleitungsaufgaben im Rahmen der gesetzlichen Möglich­keiten und stellt sicher, dass die Zuständigkeiten, Aufgaben und Regeln der Zusammenarbeit geklärt sind, wobei die Letztverantwortung bei der Schulleitung bleibt.

… nimmt Konflikte an der Schule wahr und greift bei Bedarf ein.

… unterstützt und fördert eine qualitätsorientierte, gesundheitsförderliche sowie gender- und diversitätsgerechte Schulkultur und vertritt die damit verbundenen Werte und Haltungen.

… übernimmt Verantwortung für die Ergebnisse und Wirkungen der Schule, behält diese im Blick und leitet bei Bedarf Maßnahmen zur Weiterentwicklung ein.

… sorgt durch Reflexion, durch Einholen von Feedback und die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Qualität des eigenen Führungshandelns.

2.2 Qualitätsbereich Schule und Unterricht organisieren und entwickeln

Die Schulleitung sorgt für funktionierende Strukturen und Abläufe, die einen geregelten Schulbetrieb sicherstellen. Sie trägt Verantwortung für einen effizienten und effektiven Personaleinsatz sowie für die Kommunikationsprozesse nach innen und außen. Die Schulleitung verfolgt Veränderungen in der Bildungsregion sowie im Umfeld der Schule und berücksichtigt diese im Rahmen der Schulentwicklung sowie bei der Aktualisierung der Pädagogischen Leitvorstellungen. Sie verfügt außerdem über ein funktionierendes Krisen- und Notfallmanagement.

Qualitätskriterien

Die Schulleitung …

… versteht den Qualitätsrahmen für Schulen als verbindliche Bezugsgröße für Schulentwicklungsprozesse und sorgt dafür, dass diese als systematische Qualitätsentwicklungsprozesse angelegt sind.

… erstellt in Kooperation mit den Lehrenden und dem weiteren pädagogischen Personal die Pädagogische Leitvorstellungen, die auf die Voraussetzungen und Bedarfe der Lernenden abgestimmt sind, und sorgt für deren Umsetzung.

… setzt sich mit Entwicklungen in der Bildungsregion sowie Veränderungen im Umfeld der Schule auseinander und integriert diese in die Entwicklung des Bildungsangebots der Schule.

… sorgt dafür, dass die Qualität des Unterrichts und die Lernfortschritte sowie die Lernergebnisse der Lernenden im Zentrum der Schulentwicklung stehen.

… schafft Strukturen und Abläufe, die einen funktionierenden Schulbetrieb sicherstellen (Prozessmanagement) und sorgt bei Bedarf für Maßnahmen zur Weiterentwicklung.

… sorgt für funktionierende Kommunikationsprozesse nach innen (gegenüber den Lehrenden, dem weiteren pädagogischen Personal, dem sonstigen Personal sowie gegenüber Lernenden und Erziehungsberechtigten) und außen (gegenüber den zuständigen Behörden, den Beratungs- und Unterstützungssystemen sowie der Öffentlichkeit).

… sorgt dafür, dass alle an der Schule vorhandenen Personalressourcen im Einklang mit dem Bildungsangebot und den Pädagogischen Leitvorstellungen effizient und effektiv eingesetzt werden.

… stellt sicher, dass Sachmittel effizient und nachhaltig eingesetzt werden.

…  plant und kontrolliert die Mittelverwendung im Fall, dass die Schule über eigene finanzielle Ressourcen verfügt.

… kennt die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards, sorgt für deren Einhaltung und für die notwendigen Kompetenzen im Kollegium und beim Personal.

… sorgt für ein funktionierendes Krisen- und Notfallmanagement.

2.3 Qualitätsbereich Personal auswählen und entwickeln

Die Schulleitung identifiziert den Bedarf an Lehrenden und trifft im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Entscheidungen über deren Auswahl und Einstellung. Sie sorgt für die Einarbeitung und professionelle Weiterentwicklung aller an der Schule tätigen Personen. 

Qualitätskriterien

Die Schulleitung …

… identifiziert den Bedarf an Lehrenden und die an sie zu stellenden Anforderungen.

… wählt Lehrende – ggf. in Abstimmung mit der Bildungsdirektion – mittels eines strukturierten und transparenten Auswahlprozesses aus.

… stellt sicher, dass Strukturen und Angebote für die systematische Einarbeitung neuer Lehrender und des weiteren pädagogischen und sonstigen Personals vorhanden sind.

… besucht Lehrende systematisch im Unterricht, erkennt deren Fähigkeiten, Potenziale und Entwicklungsbedarfe und vereinbart Entwicklungs­maßnahmen in den Fort- und Weiterbildungsplanungsgesprächen.

… plant und steuert, ausgehend von den Kompetenzen der Lehrenden und dem Bildungsangebot der Schule, Personalentwicklungsmaßnahmen.

… sorgt dafür, dass die Zusammenarbeit mit dem sonstigen und weiteren pädagogischen Personal in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit dem Dienstgeber evaluiert und weiterentwickelt wird.

3. Qualitätsdimension Lernen und Lehren

3.1 Qualitätsbereich Lern- und Lehrprozesse gestalten

Eine von Wertschätzung und Respekt geprägte, lernförderliche Lernumgebung und ein sorgfältig gestalteter Unterricht, der die Lernvoraussetzungen und Interessen der Lernenden berücksichtigt, sind gute Voraussetzungen dafür, dass Lernende ihre Potenziale entwickeln und ihre Ziele erreichen können. Gelungene Lern- und Lehrprozesse – auch an außerschulischen Orten – sind entscheidend für den Erwerb von Kompetenzen und die Vorbereitung der Lernenden auf gesellschaftliche Verantwortung und Teilhabe.

Qualitätskriterien

Unterricht gestalten und Lernen initiieren

Lehrende und das weitere pädagogische Personal

… gestalten eine lernförderliche Lernumgebung, die von Wertschätzung, Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist.

… reflektieren eigene Haltungen, Einstellungen und Zuschreibungen gegenüber den Lernenden mit dem Ziel, deren Potenziale besser erkennen und aktivieren zu können.

… planen und gestalten den Unterricht und ermöglichen ein hohes Ausmaß an aktiver Lernzeit.

… führen die Klasse und etablieren mit den Lernenden Regeln für ein gelingendes soziales Miteinander und den Umgang mit Konflikten.

… unterstützen und fördern die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Lernenden.

… richten die Lern- und Lehrprozesse entlang didaktischer und fachdidaktischer Konzepte auf die zu erzielenden Ergebnisse und Wirkungen aus.

… schaffen kognitive Aktivierung, setzen Herausforderungen im Unterricht und unterstützen die Lernenden dabei, anspruchsvolle Ziele zu erreichen.

… bieten eine an Lernzielen und Lernenden ausgerichtete methodische Vielfalt bei der Gestaltung der Lern- und Lehrprozesse.

… nutzen die didaktischen Möglichkeiten digitaler Lern- und Lehrmittel.

… achten auf Klarheit und Strukturiertheit des Unterrichts.

… beteiligen die Lernenden an der Gestaltung von Lern- und Lehrprozessen und berücksichtigen deren Interessen, Vorwissen und Erfahrungen.

… ermöglichen den Lernenden, eigene Haltungen, Einstellungen und Zuschreibungen zu reflektieren.

… unterstützen die Lernenden dabei, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

Die Schulleitung ...

… fördert den professionellen Diskurs über ein gemeinsames pädagogisches Grundverständnis von Lernen und Lehren.

… verschafft sich regelmäßig Überblick und Einblick in die pädagogische Arbeit.

… fördert den professionellen Umgang mit Vielfalt durch den Aufbau von Gender- und Diversitätskompetenz am Standort.

… setzt pädagogische Impulse und sorgt für unterrichtsbezogene Kommunikationsprozesse der Lehrenden untereinander.

Qualitätskriterien

Individualisierung und Kompetenzorientierung

Lehrende und das weitere pädagogische Personal

… verstehen es als ihre Aufgabe, Lernende individuell wahrzunehmen und zu fördern sowie stereotype Zu- und Festschreibungen zu vermeiden.

… kennen und nutzen geeignete pädagogische Diagnoseinstrumente, um die Lernvoraussetzungen der Lernenden zu erkennen und deren Lernprozesse zu begleiten.

… fördern durch Differenzierungsstrategien individuell gestaltete Lernprozesse und verwenden dazu passende Lernmaterialien.

… geben den Lernenden individuelle, lernförderliche Rückmeldungen.

… ermöglichen den Lernenden, ihren Kompetenzzuwachs bewusst wahrzunehmen.

… planen und gestalten ihren Unterricht basierend auf den in den Lehrplänen festgeschriebenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen.

Die Schulleitung …

… erarbeitet in Kooperation mit den Lehrenden sowie dem weiteren pädagogischen Personal Konzepte zur Gestaltung eines Unterrichts, der individuelle Lernprozesse ermöglicht.

… stellt sicher, dass Lehrende sowie das weitere pädagogische Personal Maßnahmen für individuelle Lernprozesse aufeinander abstimmen und dass diese Maßnahmen alle Lernenden erfassen.

Qualitätskriterien

Lernen an außerschulischen Orten

Lehrende und das weitere pädagogische Personal

… nutzen außerschulische Lernorte für die Gestaltung von Lernprozessen sowie für die fachliche und überfachliche Kompetenzentwicklung von Lernenden.

… nutzen Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen sowie Betrieben und sonstigen relevanten außerschulischen Einrichtungen.

… nehmen auf außerschulische Lernerfahrungen von Lernenden im Unterricht Bezug und reflektieren diese mit den Lernenden.

… ermutigen die Lernenden, altersangemessene Lernmöglichkeiten im Ausland zu nutzen.

… unterstützen die Lernenden bei der Vorbereitung, Durchführung, Dokumentation und Reflexion von Praktika und berufspraktischen Tagen und nutzen berufsbezogene Anforderungen und Praktikumserfahrungen der Lernenden als Lernanlässe.

… Nehmen – im Fall von Berufsschulen – im Unterricht Bezug auf die betriebliche und überbetriebliche Ausbildung der Lernenden und nutzen berufsbezogene Anforderungen und Erfahrungen als Reflexions- und Lernanlässe.

Die Schulleitung ...

… stellt an der Schule geeignete Rahmenbedingungen für das Lernen an außerschulischen Lernorten sowie die Anerkennung der Lernerfahrungen und -ergebnisse sicher.

3.2 Qualitätsbereich Leistung feststellen und beurteilen

Klar kommunizierte Leistungserwartungen und kontinuierliche Rückmeldungen zum Lernprozess sind maßgeblich für eine förderliche Lernkultur. Verfahren zur Leistungsfeststellung und Kriterien der Leistungsbeurteilung sind bekannt, nachvollziehbar und entsprechen den gesetzlichen Grundlagen.

Qualitätskriterien

Lehrende …

… einigen sich auf Basis der Lehrpläne und der Leistungs­beurteilungsverordnung auf Kriterien für die Leistungsbeurteilung.

… setzen verschiedene Methoden der lernbegleitenden Leistungs­feststellung ein und erfassen damit den Kompetenzerwerb sowie den Lernfortschritt der Lernenden.

… kommunizieren die Leistungserwartungen und die Kriterien der Leistungsbeurteilung regelmäßig gegenüber den Lernenden, Erziehungsberechtigten sowie bei Berufsschulen auch gegenüber den Lehrberechtigten und sorgen damit für Transparenz.

… verwenden die Beurteilungskriterien als Basis für eine transparente und kompetenzorientierte Beurteilung der Leistungen von Lernenden.

… dokumentieren den Leistungsstand und Lernfortschritt der Lernenden kontinuierlich und ermöglichen dadurch eine systematische, individuelle Lernentwicklungsberatung in Kooperation mit den Lernenden.

… informieren die Lernenden und deren Erziehungsberechtigte sowie bei Berufsschulen auch die Lehrberechtigten regelmäßig über den Leistungsstand und den Lernfortschritt.

… begründen ihre Leistungsbeurteilungen gegenüber den Lernenden und Erziehungsberechtigten sowie bei Berufsschulen auch gegenüber den Lehrberechtigten.

… nehmen die Ergebnisse der internen Leistungsfeststellung und externer Leistungsmessungen zum Anlass, die Unterrichtsgestaltung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

 

Die Schulleitung …

… stellt geeignete Rahmenbedingungen und Strukturen sicher, damit sich die Lehrenden auf Basis der Lehrpläne und der Leistungs­beurteilungsverordnung auf Kriterien für die Leistungsbeurteilung einigen können.

… fordert die Lehrenden auf Basis der Ergebnisse der internen Leistungsfeststellung und externer Leistungsmessungen auf, ihre Unterrichtsgestaltung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

… fordert von den Lehrenden eine transparente und nachvollziehbare Leistungsbeurteilung ein.

… unterstützt bei Anfragen von Erziehungsberechtigten bzw. an Berufsschulen auch bei Anfragen von Lehrberechtigten betreffend die Leistungsbeurteilung und trägt zur Klärung bei.

3.3 Qualitätsbereich Unterricht kontinuierlich weiterentwickeln

Die Lehrenden reflektieren systematisch und evidenzorientiert die Qualität ihres Unterrichts und legen entsprechende Schwerpunkte für die Weiterentwicklung fest. Das geschieht in einer lernenden Organisation durch professionellen Diskurs in einer forschenden Grundhaltung. Das Ziel ist die Weiterentwicklung der jeweils eigenen Praxis. Die Lehrenden nutzen die Ergebnisse der internen Leistungsfeststellung und externer Leistungsmessungen.

Qualitätskriterien

Lehrende …

… handeln als reflektierende Praktiker/innen, sichern und entwickeln die Qualität ihres Unterrichts laufend weiter.

… sorgen durch die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiter­bildungsmaßnahmen für die Qualität ihres pädagogischen Handelns.

… holen regelmäßig Feedback von Lernenden zu ihrem Unterricht ein, besprechen die Ergebnisse mit den Lernenden und leiten daraus Maßnahmen für die Weiterentwicklung ihres Unterrichts ab.

… holen sich in kooperativen Arbeitsformen regelmäßig Feedback von Kolleg/inn/en ein und nutzen deren Expertise als Ressource für die Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts.

… interpretieren und nutzen die Ergebnisse der internen Leistungsfeststellung und externer Leistungsmessungen systematisch und kontinuierlich und verstehen diese als Rückmeldungen auf die Qualität ihres Unterrichts.

… analysieren die Ergebnisse der internen und ggf. externen Schulevaluation bezüglich der Qualität der Lern- und Lehrprozesse an der Schule und leiten daraus Maßnahmen zur Weiterentwicklung ihres Unterrichts ab.

… richten die Unterrichtsentwicklung am aktuellen pädagogischen Diskurs aus und orientieren sich an relevanten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Schulleitung …

… stellt sicher, dass die Lern- und Lehrprozesse im Zentrum der schulischen Qualitätsentwicklung stehen und laufend weiterentwickelt werden.

… gewährleistet, dass die Lehrenden über die fachlichen Kompetenzen zur Evaluation und Weiterentwicklung ihres Unterrichts verfügen und leitet bei Bedarf passende Beratungs-, Unterstützungs- und Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen ein.

… etabliert Feedbackstrukturen an der Schule und sorgt für Verbindlichkeit im Hinblick auf das Einholen von und die Arbeit mit den Ergebnissen von Feedback.

… stellt sicher, dass Ergebnisse der internen Leistungsfeststellung und externer Leistungsmessungen an der Schule systematisch reflektiert und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Lern- und Lehrprozesse genutzt werden.

… übernimmt Verantwortung dafür, dass Daten zum Verbleib von Lernenden in der Schule oder zum Übertritt von Lernenden in andere Schularten bzw. zum Übergang von Lernenden in den Arbeitsmarkt systematisch analysiert und reflektiert und die Lern- und Lehrprozesse auf dieser Basis systematisch verbessert werden.

3.4 Qualitätsbereich Professionell zusammenarbeiten

Die Zusammenarbeit aller an der pädagogischen Arbeit der Schule Beteiligten ist Voraussetzung für gelingende Lern- und Lehrprozesse und Merkmal eines zeitgemäßen Professionsverständnisses. Lern- und Lehrprozesse werden im Team gestaltet, systematisch reflektiert und professionell weiterentwickelt. Lehrende und das weitere pädagogische Personal nehmen sich als professionelle Lerngemeinschaften wahr, nutzen die Heterogenität in Teams als Ressource und agieren gender- und diversitätskompetent.

Qualitätskriterien

Lehrende und das weitere pädagogische Personal

… tauschen sich entsprechend der an der Schule geschaffenen Organisations- und Arbeitsstrukturen regelmäßig aus.

… arbeiten gemeinsam an der Gestaltung, Durchführung und Weiterentwicklung der Lern- und Lehrprozesse.

… pflegen eigenverantwortlich systematische Formen der Kooperation zur Entwicklung des Unterrichts einer Klasse oder eines Unterrichtsfaches.

… nutzen kollegiales Feedback, um von- und miteinander zu lernen.

… stellen sicher, dass die kooperativ erarbeiteten Konzepte und Ergebnisse dokumentiert und in Schulentwicklungsprozesse eingebracht werden.

… nutzen qualitative und quantitative Daten für die gemeinsame systematische Weiterentwicklung der Lern- und Lehrprozesse.

Die Schulleitung …        

… gewährleistet Strukturen, die unterschiedliche Formen der Kooperation unter Lehrenden ermöglichen und fördern.

… schafft Verbindlichkeit und Regelungen hinsichtlich der Zusammenarbeit von Lehrenden und dem weiteren pädagogischen Personal.

3.5 Qualitätsbereich Beratung und Unterstützung anbieten

Die Schule verfügt über ein abgestimmtes Beratungs- und Unterstützungssystem wie z.B. Schulpsycholog/inn/en, Schulärztinnen und -ärzte, Schulsozial­arbeiter/innen, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendcoaches sowie Lehrende mit Zusatzqualifikationen für die Förderung und Unterstützung von Lernenden. Durch ein auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmtes Beratungs- und Unterstützungsangebot wird eine erfolgreiche Teilhabe der Lernenden am Schulleben gefördert.

Qualitätskriterien

Lehrende und das weitere pädagogische Personal

… nutzen im Bedarfsfall die Expertise von Personen entsprechender Beratungs- und Unterstützungssysteme.

… informieren Lernende, Erziehungsberechtigte (im Fall von Berufsschulen: auch Lehrberechtigte) über schulinterne und außerschulische Beratungs- und Unterstützungsangebote.

… mit Zusatzqualifikationen beraten Lernende etwa im Hinblick auf Lernprobleme und die Entwicklung von Begabungen und dokumentieren diese Tätigkeit regelmäßig.

… mit Zusatzqualifikationen bringen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Beratungs- und Unterstützungsarbeit in Schulentwicklungsprozesse ein.

Die Schulleitung ...

… sorgt für ein funktionierendes Beratungs- und Unterstützungssystem und stimmt schulinterne und außerschulische Angebote aufeinander ab.

… informiert Lehrende, Lernende, Erziehungsberechtigte (im Fall von Berufsschulen: auch Lehrberechtigte) über schulinterne und außerschulische Beratungs- und Unterstützungsangebote.

… stellt sicher, dass eine regelmäßige Dokumentation und Evaluation der Beratungs- und Unterstützungsangebote erfolgt.

… gewährleistet, dass Ergebnisse und Erkenntnisse aus der schulinternen und außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsarbeit für Schulentwicklungsprozesse genutzt werden.

3.6 Qualitätsbereich Ganztägige Schule gestalten

Schule geht als ganztägig geführte Institution (bzw. als schulische Tagesbetreuung) über die Aufgabe des Unterrichtens hinaus. Die ganztägig geführte Schule verfügt über Strukturen, die eine qualitätsvolle, ganztägige Betreuung der Lernenden ermöglichen. Freizeiteinheiten und Lernzeiten außerhalb des Unterrichts werden in den ganztägig geführten Schulen in beiden Formen (in verschränkter Form /getrennter Form bzw. Nachmittagsbetreuung), in Bundessportheimen, Bundestagesheimen oder Internaten aufeinander abgestimmt.

Qualitätskriterien

Lehrende und das weitere pädagogische Personal ...

… kooperieren und stimmen den Unterrichts- und Betreuungsteil aufeinander ab, um eine bestmögliche, individuelle Förderung der Lernenden zu ermöglichen.

… unterstützen die Lernenden bei der Bearbeitung von Hausübungen sowie bei der Festigung der Lehrinhalte des Unterrichtsteils und fördern sie je nach individuellen Interessen und Bedürfnissen.

… legen einen Fokus auf die Lernmotivation und die Anleitung zu eigenständiger Lernorganisation.

… fördern in den Freizeiteinheiten kreative, künstlerische, musische und sportliche Begabungen aller Lernenden gleichermaßen.

… fördern im Sinne einer gender- und diversitätsgerechten Pädagogik die Persönlichkeitsbildung aller Lernenden.

… fördern das Gesundheitsbewusstsein und die Motivation zu körperlicher Bewegung aller Lernenden gleichermaßen.

Die Schulleitung …

… stellt geeignete Rahmenbedingungen zur Umsetzung einer qualitätsvollen schulischen Freizeit- und Lernbetreuung außerhalb des Unterrichts sicher.

… achtet darauf, dass die Lehrenden des Unterrichtsteils mit dem weiteren pädagogischen Personal des Betreuungsteils (Lernzeit und Freizeit) gut zusammenarbeiten.

… vergewissert sich, dass ausreichende Kommunikation zwischen den Lehrenden, dem weiteren pädagogischen Personal und den Erziehungsberechtigten stattfindet.

… arbeitet in enger Absprache mit dem Dienstgeber des weiteren pädagogischen Personals für die Freizeit.

… verantwortet die Umsetzung des GTS-Konzepts der ganztägig geführten Schule.

4. Qualitätsdimension Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen

4.1 Qualitätsbereich Schulpartnerschaft gestalten

Die Schulpartnerschaft macht demokratische Gestaltung und demokratisches Handeln an der Schule erlebbar. Die Schulpartner/innen kennen ihre Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte und nutzen diese aktiv. Die Schulleitung stellt ihnen wichtige Informationen zu Entscheidungsprozessen zur Verfügung und bindet sie in angemessener Weise in die Gremienarbeit ein. Die Teilhabe der Schulpartner/innen im Rahmen der schulpartnerschaftlichen Gremien wird durch die Schule gefördert. Sie wirken aktiv an der Gestaltung des Schullebens mit und erleben sich als aktiver Teil der Schulgemeinschaft.

Qualitätskriterien

Die Schulleitung …

… informiert die Schulpartner/innen (die Lernenden, Lehrenden und Erziehungsberechtigten) über ihre Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte.

… fördert die aktive Mitwirkung der Schulpartner/innen am Schulleben und an der Weiterentwicklung der Schule.

… informiert die Schulpartner/innen rechtzeitig und regelmäßig über wichtige Entwicklungen in der Schule und bindet sie in angemessener Form in Entscheidungsprozesse ein.

… berücksichtigt Vorschläge und Interessen der Schulpartner/innen im Rahmen der Schulpartnerschaft.

… sorgt für eine konstruktive Zusammenarbeit unter den Schulpartner/inne/n.

Lernende, Lehrende und Erziehungsberechtigte …

… nutzen ihre Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte im Rahmen der Schulpartnerschaft und bringen ihre Vorschläge und Interessen ein.

… beteiligen sich am Schulleben und erleben sich als Teil der Schulgemeinschaft.

4.2 Qualitätsbereich Außenbeziehungen und Kooperationen pflegen

Die Schule stimmt sich mit den abgebenden, aufnehmenden sowie weiteren (Bildungs-)Einrichtungen ab, um eine kontinuierliche Schullaufbahn und gelingende Bildungsbiografien der Lernenden zu unterstützen. Die Schulleitung/die Lehrenden tauscht/tauschen sich mit Schulleitung/Lehrenden anderer Schulen wie auch mit regionalen Partner/inne/n aus Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft aus, um die Einbindung der Schule in das Umfeld (in Gemeinde, Stadt oder Region) weiterzuentwickeln.

Insbesondere die berufsbildenden Schulen pflegen tragfähige Kooperationen und systematische Außenbeziehungen, die aufgrund des Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitsmarktbezugs der Ausbildung relevant sind. Die Schule betreibt Öffentlichkeitsarbeit, indem sie über ihr Bildungsangebot, ihre pädagogische Arbeit und ihre Ziele informiert.

Qualitätskriterien

Schulleitung, Lehrende, das weitere pädagogische und sonstige Personal

… stellen sicher, dass in der Schule verlässliche Ansprechpartner/innen für Kooperationspartner/innen vorhanden sind.

… stehen in aktivem Austausch und enger Zusammenarbeit mit anderen Schulen der Bildungsregion.

… kooperieren mit weiteren regionalen, überregionalen und internationalen Bildungseinrichtungen.

… gehen Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen und Einrichtungen der Arbeitswelt ein.

… pflegen Kontakte zu regional, überregional und international relevanten Bildungsinitiativen und Netzwerken.

… informieren die Öffentlichkeit über die Schule und ihre Bildungsangebote.

5. Qualitätsdimension Ergebnisse und Wirkungen

5.1 Qualitätsbereich Erworbene Kompetenzen

Die Lernenden erwerben in der Schule grundlegende fachliche und überfachliche auf den Lehrplänen basierende Kompetenzen. Ebenso sind die erworbenen (bildungs-)sprachlichen Kompetenzen, Lernstrategien und Arbeitstechniken sowie die Stärkung personaler und sozialer Kompetenzen Erfolgskriterien schulischer Arbeit. Sie sind grundlegend für die persönliche Entfaltung, gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung sowie soziale Verantwortung und zukünftige Beschäftigung der Lernenden.

Qualitätskriterien

Lernende …

… verfügen über die in den Lehrplänen vorgegebenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen.

… verfügen über die in den Lehrplänen ausgewiesenen personalen und sozialen Kompetenzen.

… verfügen über die grundlegenden fach- und (bildungs-)sprachlichen Kompetenzen.

… verfügen über Kompetenzen im Umgang mit gesellschaftlichen Schlüsselthemen.

… erreichen in externen Leistungsmessungen die vorgegebenen Standards.

… sind in der Lage, Informationen selbstständig zu beschaffen, auszuwählen, zu bewerten und zu nutzen.

… verfügen über die Fähigkeit und Bereitschaft zum eigenständigen, zielgerichteten und selbst organisierten Lernen.

… verfügen über die Grundvoraussetzungen zur gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Teilhabe und für ein gelingendes und selbstbestimmtes Leben.

5.2 Qualitätsbereich Bildungslaufbahnen, Abschlüsse und Übergänge

Die Schule trägt wesentliche Verantwortung für das Erreichen des angestrebten Schulabschlusses und sorgt für lernförderliche Rahmenbedingungen. Sie trägt zur Schaffung gleicher Bildungschancen sowie zur Vermeidung von Benachteiligungen und stereotypen Zuschreibungen bei. Übergänge zwischen Bildungseinrichtungen erfolgen ohne Brüche und Lernende gestalten ihren weiteren Bildungs- bzw. Berufsweg nach dem Schulabschluss erfolgreich.

Qualitätskriterien

Lernende …

… durchlaufen ihren individuellen Bildungsweg erfolgreich und erreichen die von ihnen angestrebten schulischen Abschlüsse und beruflichen Qualifikationen.

… verfügen über Kompetenzen, die ihnen ein erfolgreiches Lernen in anderen bzw. weiterführenden Bildungseinrichtungen oder beruflichen Erfolg am Arbeitsmarkt ermöglichen.

5.3 Qualitätsbereich Akzeptanz der Schule nach innen und außen

Die Akzeptanz, die eine Schule bei ihren jeweiligen Bezugsgruppen erfährt, drückt sich in der Zufriedenheit mit den erzielten fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Lernenden sowie in der Wertschätzung der geleisteten pädagogischen Arbeit aus. Sie kommt auch zum Ausdruck, wenn sich Lernende, Lehrende, das weitere pädagogische und sonstige Personal, Erziehungsberechtigte und Kooperationspartner/innen an der Schule wohlfühlen und sich am Schulleben sowie an der Schulentwicklung aktiv beteiligen.

Qualitätskriterien

Lernende …  

… fühlen sich wohl an der Schule und erleben Anerkennung und Wertschätzung.

… finden ihre individuellen Bedürfnisse und Bedarfe ausreichend berücksichtigt.

… schätzen ihre Lehrenden und deren Unterricht.

… identifizieren sich mit der Schule und ihren Angeboten und Zielen.

… beteiligen sich am Schulleben durch die Teilnahme an und aktive Gestaltung von Schulveranstaltungen sowie ihrer Lernumgebung.

… sind zufrieden mit der Ausstattung und den Räumlichkeiten der Schule.

Lehrende und das weitere pädagogische und sonstige Personal

… fühlen sich wohl an der Schule und erleben Anerkennung und Wertschätzung durch die Schulleitung, die Kolleg/inn/en, die Lernenden, die Erziehungsberechtigten sowie die Kooperationspartner/innen.

… schätzen den professionellen und respektvollen Umgang miteinander.

… sind mit dem Führungshandeln der Schulleitung zufrieden.

… sind zufrieden mit der Ausstattung und den Räumlichkeiten der Schule und nehmen ihr Arbeitsumfeld als gesundheitsförderlich wahr.

… identifizieren sich mit den Zielen, Ergebnissen und Wirkungen der Schule.

… tragen aktiv zur Weiterentwicklung der Schule bei, indem sie sich an Schulentwicklungsprozessen beteiligen.

Erziehungsberechtigte …

… sind mit der pädagogischen Arbeit sowie den Ergebnissen und Wirkungen der Schule zufrieden.

… erleben die Kommunikation mit der Schule als angemessen und fühlen sich wertgeschätzt.

… wissen, dass die Lernenden an der Schule gut aufgehoben sind, in ihrer Entwicklung gefördert und begleitet werden und die Schule gerne besuchen.

… beteiligen sich aktiv am Schulleben.

Kooperationspartner/innen (wie z.B. andere Schulen, Unternehmen, Lehrbetriebe) sowie Gesellschaft und Öffentlichkeit …

… nehmen die Schule positiv wahr.

… sind mit den Angeboten und Leistungen sowie den Ergebnissen und Wirkungen der Schule zufrieden.

… schätzen die Zusammenarbeit mit der Schule.

Anhang: Glossar

Das Glossar zum Qualitätsrahmen enthält 57 Termini und steht hier als PDF (188 KB) zur Verfügung.