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Perlen auf IQES 10 (10.06.2026)

Header für Perlen auf IQES

Gemeinsam entdeckt: Was sind für uns „wirksame IQES-Perlen“?

Studierende, Lehrpersonen und Hochschullehrende machen sichtbar, welche IQES-Instrumente für bewegtes Lernen, positive Pädagogik und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung sie als Highlights – als besonders schimmernde Perlen – ansehen.

Beitrag von Claudia Weinzettl, Petra Lichtenschopf, Melanie Wallner und Birgit Schmiedl (PH Niederösterreich)

IQES stellt eine Vielzahl konkreter, praxiserprobter Materialien und Werkzeuge für Unterrichtsentwicklung und Schulqualität bereit. Eine zentrale Herausforderung liegt darin, aus diesem umfangreichen Angebot jene Instrumente auszuwählen, die für spezifische pädagogische Zielsetzungen, schulische Entwicklungsprozesse und konkrete Unterrichtssituationen besonders geeignet erscheinen. Die Pädagogische Hochschule Niederösterreich bringt in diese Auswahl die Perspektiven von Lehramtsstudierenden, Lehrpersonen sowie Hochschullehrenden ein.

Im Rahmen von Lehrveranstaltungen der Aus- und Fortbildung an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich wurden im Wintersemester 2025/26 Teilnehmende (64 Lehrpersonen und 29 Studierende im 3. Semester) eingeladen, jene IQES-Instrumente zu benennen, die sie aus ihrer Sicht als besonders hilfreich, innovativ oder wirksam einschätzen. Die dabei gewonnenen Rückmeldungen bildeten die Grundlage für die weitere Auswahl.

Die Entscheidung für die drei in dieser Ausgabe vorgestellten Perlen erfolgte anschließend im QMS-Team. Dabei wurden mehrere Kriterien berücksichtigt: die Relevanz aktueller bildungs- und schulentwicklungsbezogener Themen, die in der Schulentwicklungsberatung sichtbar werdenden Bedarfe der Schulen sowie die thematische Anschlussfähigkeit an bisherige Ausgaben der QMS-Perlen. Auf diese Weise verbindet die Auswahl empirisch gestützte Rückmeldungen aus der Aus- und Fortbildung mit professioneller Expertise aus Qualitätsmanagement und Schulentwicklungsberatung.

1.    Highlight aus Studierendenperspektive: Digital der Natur auf der Spur

Lernen in der Natur mit digitalen Medien: https://www.iqesonline.net/unterrichten/lernraum-natur-dorf-stadt/lernen-natur-mit-digitalen-medien/

Inhalt: Eine Sammlung von Apps und Ideen für die Unterrichtsentwicklung, die Kinder dabei unterstützen, die Natur zu entdecken.

Einsatz und Methoden:
Naturbeobachtungen werden gezielt mit digitalen Anwendungen zur praxisnahen Erschließung biologischer Inhalte verknüpft. Theoretisches Wissen wird im realen Umfeld angewendet und überprüft, etwa durch den Einsatz verlinkter Apps oder durch den Impuls, die Beobachtungen in digitalen Sammlungen bzw. in Lerntagebüchern zu dokumentieren.

Mehrwert:

  • Situiertes, handlungsorientiertes Lernen im authentischen Kontext
  • Funktionale Integration digitaler Werkzeuge in naturwissenschaftliche Lernprozesse
  • Förderung von Beobachtungskompetenz, forschendem Lernen und Problemlösefähigkeit
  • Steigerung von Motivation und Eigenaktivität durch entdeckendes Arbeiten

Aus der Perspektive der Studierenden überzeugt dieses IQES-Highlight durch die konsequente Verbindung von Naturerfahrung, Fachlernen und digitaler Kompetenzentwicklung.

Digitale Medien werden hier nicht konsumtiv, sondern explorativ eingesetzt. Die Kombination aus Naturerlebnissen und digitalen Anwendungen ermöglicht es Schüler*innen, theoretisches Wissen unmittelbar praktisch zu erproben. Lernen findet im authentischen Kontext statt – beobachtend, forschend, dokumentierend und reflektierend.

Besonders wirkungsvoll erscheinen den Studierenden diese drei Werkzeuge für Biologie und Umweltkunde:

Picture Insect: Insektenbestimmung per Foto mithilfe künstlicher Intelligenz, ergänzt durch Hintergrundinformationen und Dokumentationsmöglichkeiten.


BirdNET: KI-gestützte Erkennung von Vogelarten anhand ihres Gesangs; Biodiversität wird akustisch erfahrbar.


Schmetterlinge bestimmen: Artenbestimmung über Merkmalsfilter, auch offline nutzbar und damit exkursionsgeeignet.



Deutlich wird: Digitale Medien fungieren hier nicht als Zusatz, sondern als didaktisch eingebettete Werkzeuge, die Beobachtungskompetenz, naturwissenschaftliches Denken und selbstständiges Lernen fördern.

Der pädagogische Mehrwert zeigt sich auf mehreren Ebenen:

  • Situiertes Lernen im realen Kontext: Fachwissen wird handlungsorientiert erworben und mit authentischen Naturerfahrungen verknüpft.
  • Kompetenzentwicklung auf mehreren Ebenen: Naturwissenschaftliche und digitale Kompetenzen werden funktional und integriert gefördert.
  • Motivation durch entdeckendes Lernen: Eigenaktivität, Neugier und nachhaltiges Interesse werden gezielt gestärkt.

So entsteht ein konsistentes Bild: Lernen findet kontextgebunden statt, verbindet Theorie und Praxis und unterstützt zugleich fachliche wie digitale Kompetenzentwicklung.

Die Studierenden schätzen IQES als Inspirationsquelle für die konkrete Unterrichtsgestaltung sowie die niederschwellige Umsetzbarkeit der präsentierten Inhalte, etwa durch die direkte Verlinkung zu Google Play oder dem Apple App Store.


2. Highlight aus Lehrendenperspektive: Positive Pädagogik – Schulentwicklung

Positive Pädagogik – IQES: https://www.iqesonline.net/
schulentwicklung/gute-gesunde-schule/positive-paedagogik/

Ausgewählte Perle: „Das Kind kann was“

IQES-Inhalt:
Aus den aktuell acht Beiträgen zur positiven Pädagogik, die unterschiedliche Impulse zu Achtsamkeit, wertschätzender Schule, Optimismus und Glück bieten, wählten die Pädagog*innen den Artikel „Das Kind kann was“ als schimmerndste Perle.

Einsatz und Methoden:

Der Fokus liegt auf den Stärken und Talenten der Schüler*innen und wird im Schulalltag aktiv gelebt, etwa durch Lobbriefe, Komplimentekarten zur Stärkung des Selbstvertrauens oder ein Schüler*innenparlament zur Förderung der Mitbestimmung. Dadurch werden das Selbstwertgefühl und die Lernmotivation gestärkt sowie ein wertschätzendes Schulklima gefördert.

„Das Kind kann was“ – Eine Schule, die Mut macht

Der Artikel zeigt am Beispiel der Gebrüder-Grimm-Grundschule eindrucksvoll, wie eine Kultur der Wertschätzung Schulentwicklung nachhaltig prägen kann. Die Schule, einst als „Brennpunktschule“ bezeichnet, entwickelte unter der Leitung von Schulleiter Frank Wagner eine systematische Kultur des Lobs. Heute ist sie mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet – ein sichtbares Zeichen für gelungene Transformation.

Besonders überzeugt die konkrete Umsetzbarkeit der Maßnahmen:

  • Lobbriefe, die individuelle Stärken sichtbar machen
  • Komplimentekarten, die auch von Schüler*innen untereinander vergeben werden
  • Talenturkunden, die Begabungen am Ende der Grundschulzeit würdigen
  • Schulversammlungen, in denen Anerkennung öffentlich gelebt wird

Aus Lehrendenperspektive wird hier deutlich: Wertschätzung ist keine Zusatzmaßnahme, sondern eine professionelle Haltung, die systematisch verankert werden kann. Sie stärkt Selbstwertgefühl und Eigenverantwortung der Kinder und wirkt sich nachweislich positiv auf Schulklima, Leistungsentwicklung und soziales Miteinander aus.

Besonders inspirierend ist, dass dieses Konzept nicht isoliert bleibt. Über IQES erhalten Lehrpersonen Zugang zu praxisbewährten Materialien, Reflexionsimpulsen und Schulentwicklungsinstrumenten, die helfen, solche Haltungen strukturiert in die eigene pädagogische Praxis zu integrieren.

Zitat: „Für mich als junge Lehrerin ist dieses Beispiel ein starkes Signal: Schule kann Mut machen – wenn sie konsequent auf Stärken baut.“ Auch hier wird sichtbar, dass die IQES-Nutzer*innen es schätzen, dass viele Inhalte gut in die eigene Arbeits- und Erlebenswelt übertragen und sowie direkt ausprobiert und eingesetzt werden können.


3. Highlight aus Hochschullehrendenperspektive: Hands-on-Methoden – Kompetenzunterstützung für die Arbeit mit Gruppen

IQES-Inhalte:
Die 30-seitige Broschüre, die als PDF heruntergeladen werden kann, bietet für viele Moderationssituationen passende Methoden. Nach einer Übersicht werden die einzelnen Überlegungen und Methoden praxisnah, umsetzungsorientiert und ‚kurz und knackig‘ beschrieben. Dabei werden sowohl die einzelnen Schritte zur Durchführung als auch die Moderationsregeln und Beispiele mit anschaulichen Mustergrafiken dargestellt.

Diese Perle überzeugt auch durch ihre vielseitige Verwendbarkeit. Schulentwicklungsteams und Q-SK finden hier Impulse, um partizipative Prozesse zu gestalten. Schulleitungen bekommen Inspirationen zur Gestaltung von Konferenzen und Lehrkräfte finden Methoden zur Vorbereitung kooperativer Unterrichtsformen.

Wie auch die anderen beiden Perlen ermöglicht sie eine rasche und unkomplizierte Umsetzung im pädagogischen Alltag.


4. Fazit

„IQES steht aus unserer Sicht für:“

  • lernwirksam strukturierten Unterricht,
  • stärkenorientierte Schulentwicklung,
  • den sinnvollen und kontextbezogenen Einsatz digitaler Medien
  • und konkret umsetzbare Instrumente für Qualitätsentwicklung im Schulalltag.

Perle 10 verdeutlicht exemplarisch, wie Unterrichts- und Schulentwicklung fachlich fundiert, praxisnah und zugleich inspirierend gestaltet werden können. Damit erweist sich IQES als eine Plattform, die pädagogische Qualität nicht nur sichtbar macht, sondern wirksam in die Praxis überführt. In der Verbindung von wissenschaftlicher Orientierung, konkreter Anwendbarkeit und pädagogischer Relevanz entfaltet IQES seinen besonderen Wert für Studierende, Lehrpersonen und Hochschullehrende und leistet zugleich einen überzeugenden Beitrag zu einer zeitgemäßen und qualitätsvollen Bildungspraxis.


Autorinnen:

Claudia Weinzettl, Petra Lichtenschopf, Melanie Wallner und Birgit Schmiedl von der PH Niederösterreich 

Für Fragen steht Claudia Weinzettl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gerne zur Verfügung!

Letzte Aktualisierung: 10.06.2026